Muskel- und Gelenkschmerzen bei Hashimoto – mögliche Ursachen und Beschwerden

Muskel- und Gelenkschmerzen bei Hashimoto: 7 mögliche Ursachen – und was wirklich helfen kann

Der Nacken ist ständig verspannt. Morgens fühlen sich die Finger irgendwie steif an. Nach dem Sport hast du Muskelkater, als hättest du gestern einen Halbmarathon absolviert – dabei waren es nur ein paar Kniebeugen. Und manchmal tun Knie, Schultern oder Füße weh, ohne dass du überhaupt weißt, warum.

Kommt dir bekannt vor?

Muskel- und Gelenkbeschwerden sind bei einer Schilddrüsenunterfunktion keine ungewöhnlichen Begleiter. Muskelschmerzen, Schwäche, Steifigkeit, Krämpfe und schnelle Ermüdung gehören zu den bekannten muskulären Symptomen einer Hypothyreose. Auch Gelenksteifigkeit, Gelenkschmerzen und beispielsweise ein Karpaltunnelsyndrom können auftreten.

Trotzdem wird bei solchen Beschwerden häufig erst einmal überall gesucht – nur nicht bei der Schilddrüse.

Und gleichzeitig gilt: Nicht jeder Schmerz bei Hashimoto kommt automatisch von Hashimoto.

Genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn hinter chronischen Muskel- und Gelenkbeschwerden können ganz unterschiedliche Mechanismen stecken.

Schauen wir uns die wichtigsten einmal an.

1. Wenn den Muskeln Schilddrüsenhormone fehlen

Schilddrüsenhormone sind nicht nur dafür da, deinen „Stoffwechsel anzukurbeln“. Sie wirken praktisch im gesamten Körper – und auch deine Muskulatur reagiert auf sie.

Besonders das aktive Schilddrüsenhormon T3 spielt für den Energiestoffwechsel der Skelettmuskulatur und die Funktion der Mitochondrien eine wichtige Rolle. Bei einer ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion können unter anderem der oxidative Stoffwechsel und die Energiebereitstellung der Muskelzellen verändert sein.

Das kann sich bemerkbar machen durch:

  • schwere, müde oder kraftlose Muskeln
  • Muskelsteifigkeit
  • Krämpfe oder Muskelschmerzen
  • schnelle Ermüdung bei Belastung
  • ungewöhnlich lange Regenerationszeiten
  • das Gefühl, dass Sport plötzlich wesentlich anstrengender ist als früher

Vielleicht kennst du dieses merkwürdige Gefühl: Du willst eigentlich, aber deine Muskeln machen einfach nicht mit.

Das ist etwas anderes als die angenehme Erschöpfung nach einem guten Training.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion können Veränderungen des mitochondrialen, oxidativen und des Glykogenstoffwechsels dazu beitragen, dass sich die Muskulatur weniger leistungsfähig anfühlt.

Deshalb lohnt es sich bei entsprechenden Beschwerden, die Schilddrüseneinstellung gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt anzuschauen – statt automatisch davon auszugehen, man sei einfach „untrainiert“.

Und wichtig: Ein einzelner fT3-Wert beweist keine sogenannte „Umwandlungsstörung“. Schilddrüsenwerte müssen immer im Gesamtbild aus TSH, fT4, gegebenenfalls fT3, Medikation, Beschwerden und klinischer Situation beurteilt werden.

2. Chronische Immunaktivierung und Entzündungsprozesse

Hashimoto ist nicht einfach eine Schilddrüse, die „zu langsam arbeitet“.

Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung.

Dabei ist das Immunsystem fehlreguliert und richtet sich gegen körpereigenes Schilddrüsengewebe. Immunologische Prozesse und entzündliche Signalwege können deshalb Teil des Gesamtbildes sein.

Aber Vorsicht mit einer häufigen Vereinfachung:

Schmerzen bei Hashimoto bedeuten nicht automatisch, dass „überall Entzündung“ herrscht.

Schmerz ist wesentlich komplexer.

Entzündungsprozesse können eine Rolle spielen, genauso aber eine unzureichend behandelte Hypothyreose, Schlafmangel, Nährstoffdefizite, mechanische Probleme, Muskelabbau, andere Autoimmunerkrankungen oder Veränderungen der Schmerzverarbeitung.

Genau deshalb ist Ursachenforschung so wichtig.

3. Mikronährstoffmängel – die kleinen Dinge mit ziemlich großer Wirkung

Manchmal schauen wir nach komplizierten Erklärungen und übersehen dabei die Basics.

Denn Muskeln, Nerven, Knochen und Energiestoffwechsel benötigen eine ganze Reihe von Mikronährstoffen.

Bei Hashimoto lohnt es sich besonders, mögliche Defizite im Blick zu behalten. Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen können beispielsweise gemeinsam mit Zöliakie oder einer Autoimmungastritis auftreten. Letztere kann unter anderem die Aufnahme von Eisen und Vitamin B12 beeinträchtigen.

Nährstoffreiche Ernährung mit wichtigen Mikronährstoffen bei Hashimoto und Muskelschmerzen

Für Muskeln und Bewegungsapparat sind unter anderem interessant:

Eisen
Wird für den Sauerstofftransport und zahlreiche Prozesse des Energiestoffwechsels benötigt.

Magnesium
Spielt eine Rolle bei Muskelkontraktion und -entspannung sowie bei der Bereitstellung von ATP – unserer zellulären „Energiewährung“.

Vitamin D
Ist unter anderem für Knochen und Muskelfunktion relevant. Gerade bei einem tatsächlichen Mangel sollte dieser korrigiert werden. Vitamin D einfach hochdosiert gegen unspezifische Schmerzen einzunehmen, ist dagegen nicht automatisch hilfreich; Studien dazu kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Vitamin B12
Ist für das Nervensystem wichtig. Ein ausgeprägter Mangel kann neurologische Beschwerden verursachen.

Selen und Zink
Sind unter anderem an Schilddrüsenstoffwechsel und antioxidativen Systemen beteiligt.

Omega-3-Fettsäuren
EPA und DHA sind Bestandteile von Zellmembranen und Vorläufer verschiedener Signalstoffe, die an der Regulation von Entzündungsprozessen beteiligt sind.

Bevor du also den nächsten exotischen „Gelenk-Komplex Ultra Premium Plus“ bestellst, lohnt sich häufig erst einmal die langweiligere Frage:

Bin ich mit den grundlegenden Nährstoffen überhaupt gut versorgt?

Nicht spektakulär. Aber manchmal erstaunlich wirkungsvoll. Ein Blutbild kann Aufschluss darüber geben.

4. Wassereinlagerungen: Wenn sich Gewebe plötzlich steif anfühlt

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann auch das Bindegewebe beeinflussen.

Bei ausgeprägter Hypothyreose können sich wasserbindende Glykosaminoglykane im Gewebe ansammeln. Das trägt zum sogenannten Myxödem bei und kann unter anderem Schwellungen und Druck auf umliegende Strukturen begünstigen.

Mögliche Beschwerden sind beispielsweise:

  • steife Gelenke
  • geschwollene Hände oder Füße
  • Spannungs- oder Druckgefühle
  • Gelenkbeschwerden
  • Morgensteifigkeit
  • Karpaltunnelsyndrom

Gerade beim Karpaltunnelsyndrom gibt es einen bekannten Zusammenhang mit einer Hypothyreose. Durch Gewebeveränderungen und Schwellungen kann im ohnehin engen Karpaltunnel zusätzlicher Druck auf den Medianusnerv entstehen.

Wenn deine Finger morgens also regelmäßig aussehen, als hätten sie über Nacht beschlossen, kleine Würstchen zu werden, darf auch die Schilddrüse mit auf die Liste möglicher Ursachen.

5. Bewegungsmangel und Muskelabbau: der fiese Teufelskreis

Wenn dir alles wehtut und du erschöpft bist, ist Sport vermutlich ungefähr so attraktiv wie eine freiwillige Steuerprüfung am Sonntagmorgen.

Völlig verständlich.

Das Problem ist nur: Weniger Bewegung kann langfristig wiederum dazu beitragen, dass Muskelkraft, Belastbarkeit und körperliche Leistungsfähigkeit weiter abnehmen.

Und damit beginnt ein Kreislauf:

Schmerzen → weniger Bewegung → weniger Kraft und Belastbarkeit → Bewegung wird anstrengender → noch weniger Bewegung.

Die Lösung lautet deshalb nicht:

„Reiß dich zusammen und trainiere härter.“

Im Gegenteil.

Der sinnvollere Weg ist häufig, Bewegung wieder langsam aufzubauen.

Spaziergänge. Leichte Mobilisation. Kurze Krafttrainingseinheiten. Belastung schrittweise steigern.

Gerade Krafttraining ist langfristig enorm wertvoll, weil Muskeln Gelenke stabilisieren und körperliche Belastbarkeit erhalten.

Es geht nicht darum, dich nach jedem Training völlig zu zerlegen.

Dein Körper soll durch Training belastbarer werden – nicht drei Tage lang beleidigt sein.

Sanfte Bewegung bei Muskel- und Gelenkschmerzen mit Hashimoto

6. Schlafmangel und chronischer Stress: Wenn das Nervensystem den Lautstärkeregler hochdreht

Schmerz entsteht nicht ausschließlich dort, wo es wehtut.

Auch unser Nervensystem entscheidet mit darüber, wie intensiv ein Reiz wahrgenommen wird.

Und genau hier wird Schlaf interessant.

Experimenteller Schlafentzug kann die Schmerzschwelle und Schmerztoleranz reduzieren und die Schmerzempfindlichkeit erhöhen. Anders gesagt: Derselbe körperliche Reiz kann nach schlechtem Schlaf unangenehmer empfunden werden.

Wer mehrere Nächte schlecht schläft, kennt das vielleicht:

Plötzlich nervt alles.

Der Nacken tut weh. Der Rücken zwickt. Die Beine fühlen sich schwer an. Selbst die Jeans sitzt irgendwie aggressiv.

Dazu kommt chronischer Stress.

Wer dauerhaft unter Strom steht, spannt häufig unbewusst Muskeln an. Schultern hoch, Kiefer zusammen, Stirn angespannt – und das über Stunden.

Besonders Nacken, Schultern, Rücken und Kiefer können darauf reagieren.

Deshalb gehören zu einer sinnvollen Strategie gegen chronische Schmerzen nicht nur Laborwerte und Nahrungsergänzungsmittel.

Manchmal braucht der Körper schlicht auch:

Schlaf. Erholung. Pausen. Und ein Nervensystem, das nicht permanent glaubt, ein Säbelzahntiger sitze im Outlook-Postfach.

7. Bei diffusen Schmerzen auch an Fibromyalgie denken

Wenn Schmerzen nicht nur an einem Gelenk oder Muskel auftreten, sondern über längere Zeit in verschiedenen Körperregionen bestehen, sollte auch an andere Ursachen gedacht werden.

Eine davon ist Fibromyalgie.

Typisch können unter anderem sein:

  • weit verbreitete Schmerzen
  • starke Erschöpfung
  • nicht erholsamer Schlaf
  • Konzentrationsprobleme oder „Brain Fog“
  • erhöhte Schmerz- und Berührungsempfindlichkeit

Interessant ist, dass Studien einen Zusammenhang zwischen Fibromyalgie und Schilddrüsenautoimmunität gefunden haben. Eine Meta-Analyse fand Schilddrüsenautoantikörper bei Menschen mit Fibromyalgie häufiger als bei Kontrollpersonen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Hashimoto Fibromyalgie verursacht oder dass diffuse Schmerzen bei Hashimoto automatisch Fibromyalgie sind.

Bei anhaltenden, ausgeprägten Beschwerden gehört die Diagnose deshalb in ärztliche Hände.

Was kannst du selbst tun?

Jetzt kommt natürlich die Frage, die vermutlich viel spannender ist:

Okay – und was mache ich dagegen?

Die wichtigste Antwort lautet zunächst: Finde möglichst heraus, warum du Schmerzen hast.

Denn ein Vitamin-D-Mangel braucht eine andere Strategie als eine schlecht eingestellte Hypothyreose. Ein gereiztes Gelenk braucht etwas anderes als chronische Muskelverspannungen. Und Fibromyalgie wiederum erfordert einen völlig anderen Ansatz.

Trotzdem gibt es einige Bausteine, die – abhängig von der individuellen Ursache – interessant sein können.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3 gehört für mich zu den Grundlagen, die ich mir bei entzündlich geprägten Beschwerden genauer ansehen würde. EPA und DHA können in die Bildung verschiedener entzündungsregulierender beziehungsweise entzündungsauflösender Lipidmediatoren einfließen.

Allerdings sollten wir auch hier realistisch bleiben: Die klinische Wirkung auf Gelenkschmerzen ist nicht riesig und hängt stark von Erkrankung, Dosis und Studiendesign ab. Bei rheumatoider Arthritis zeigen Meta-Analysen eher kleine beziehungsweise uneinheitliche Effekte.

Omega-3 ist also kein natürliches Ibuprofen. Aber eine ausreichende Versorgung ist ein sinnvoller Bestandteil eines größeren Gesamtkonzepts sein.

Kollagen

Kollagen liefert Aminosäuren, die der Körper unter anderem für kollagenhaltige Strukturen wie Knorpel, Sehnen und Bänder verwenden kann.

Für Arthrose gibt es inzwischen einige interessante Daten. Meta-Analysen randomisierter Studien zeigen Verbesserungen bei Schmerzen und teilweise auch der Gelenkfunktion.

Vitamin C ist zusätzlich interessant, weil es für die körpereigene Kollagensynthese benötigt wird.

Kollagen ist somit zwar kein magisches Gelenkpulver – kann aber je nach Beschwerdebild ein sinnvoller Baustein sein.

MSM

MSM steht für Methylsulfonylmethan und ist eine schwefelhaltige Verbindung.

Es wird häufig bei Gelenkbeschwerden eingesetzt und es gibt mögliche biologische Mechanismen über oxidative und entzündliche Signalwege. Die klinische Studienlage ist allerdings leider wesentlich dünner als die Werbung vieler Produkte vermuten lässt. Eine Meta-Analyse zu Kniearthrose konnte aus den verfügbaren Daten keinen überzeugenden klinisch relevanten Nutzen ableiten. Einen Versuch kann es trotzdem wert sein, da viele Patienten durchaus über eine Reduktion von Schmerzen, Steifigkeit und Schwellungen berichten.

Fazit: Interessant? Ja. Wundermittel? Nein.

Magnesium

Magnesium ist an hunderten enzymatischen Reaktionen beteiligt und spielt unter anderem bei Muskelkontraktion, Muskelentspannung und ATP-Stoffwechsel eine Rolle.

Gerade bei Muskelkrämpfen, Zuckungen oder starker Verspannung kann es deshalb sinnvoll sein, die Versorgung im Gesamtbild zu betrachten.

Auch hier gilt allerdings: Mehr ist nicht automatisch besser. Besteht kein Mangel und liegt die Ursache ganz woanders, löst eine Magnesiumkapsel das Problem wahrscheinlich nicht.

Vitamin D

Bei länger bestehenden Muskel-, Knochen- oder Gelenkbeschwerden kann es sinnvoll sein, den Vitamin-D-Status zu überprüfen.

Ein bestehender Mangel sollte ausgeglichen werden.

Was ich nicht empfehlen würde: Vitamin D auf Verdacht in immer höheren Dosierungen einzunehmen, weil irgendwo steht, dass es „gegen Schmerzen“ hilft.

Die Studien zu chronischen muskuloskelettalen Schmerzen sind uneinheitlich. Hinweise auf einen Nutzen finden sich eher bei tatsächlich niedrigen Ausgangswerten; andere Meta-Analysen fanden bei unspezifischen chronischen Schmerzen keinen relevanten Effekt.

Messen statt raten ist deshalb auch hier die bessere Strategie.

Curcumin und Weihrauch

Curcumin und Boswellia werden aufgrund ihrer Wirkung auf verschiedene entzündliche Signalwege häufig bei Gelenkbeschwerden eingesetzt.

Für Curcumin gibt es beispielsweise bei rheumatoider Arthritis Hinweise auf Verbesserungen verschiedener Krankheits- und Schmerzparameter. Die Qualität der Evidenz ist allerdings teilweise niedrig bis sehr niedrig, sodass daraus keine pauschale Empfehlung für Hashimoto-bedingte Schmerzen abgeleitet werden kann.

Sie können aber je nach Situation interessante Ergänzungen sein – aber auch hier sollte zuerst klar sein, was eigentlich behandelt werden soll.

Kreatin – nicht nur etwas für Bodybuilder

Kreatin wird immer noch erstaunlich oft in die Schublade „Muskelmänner mit Shaker“ gesteckt.

Dabei ist es schlicht ein körpereigener Bestandteil unseres Energiesystems.

Kreatin erhöht die Verfügbarkeit von Phosphokreatin und unterstützt damit die schnelle Wiederbereitstellung von ATP in der Muskulatur.

In Kombination mit Krafttraining kann Kreatin Kraftzuwächse unterstützen und Muskelregeneration fördern. Meta-Analysen zeigen entsprechende Effekte, wobei speziell bei leider Frauen noch deutlich weniger Daten vorhanden sind als bei Männern.

Kreatin ist deshalb nicht primär ein Schmerzmittel.

Es kann aber dabei helfen, Muskulatur und körperliche Belastbarkeit wieder aufzubauen – und genau das kann langfristig ein wichtiger Teil des Weges aus dem Kreislauf von Schonung und Muskelabbau sein.

Und ganz wichtig: Bewegung lässt sich nicht in eine Kapsel packen

Du kannst Omega-3 nehmen.
Kollagen ins Müsli rühren.
Magnesium kaufen.
Vitamin D bestimmen lassen.
Und dir die hübscheste Kreatindose des Internets ins Regal stellen.

Aber kein Supplement ersetzt Bewegung.

Regelmäßiges Gehen, Mobilisation und insbesondere langsam aufgebautes Krafttraining helfen dabei, Muskulatur zu erhalten oder wieder aufzubauen und die Belastbarkeit des Bewegungsapparates zu verbessern.

Und dafür musst du nicht fünfmal die Woche ins Fitnessstudio.

Lieber regelmäßig und angemessen als einmal hochmotiviert völlig übertreiben und danach vier Tage nicht mehr vom Sofa kommen.

Gerade wenn du lange wenig belastbar warst, gilt:

Trainiere deinen aktuellen Körper – nicht den Körper, den du vor fünf Jahren hattest.

Wann du Schmerzen ärztlich abklären lassen solltest

Bei länger anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden solltest du nicht automatisch davon ausgehen, dass Hashimoto dahintersteckt.

Besonders ärztlich abgeklärt gehören beispielsweise deutlich geschwollene, gerötete oder überwärmte Gelenke, ausgeprägte oder zunehmende Muskelschwäche, Taubheitsgefühle oder andere neurologische Symptome, Fieber oder starke Allgemeinsymptome sowie neu auftretende starke oder unerklärliche Schmerzen.

Auch andere rheumatologische, orthopädische, neurologische oder autoimmune Erkrankungen können Muskel- und Gelenkbeschwerden verursachen.

Hashimoto zu haben bedeutet schließlich nicht, dass Hashimoto für alles verantwortlich ist.

Fazit: Hör auf, Schmerzen einfach nur hinzunehmen

Muskel- und Gelenkschmerzen bei Hashimoto können viele Ursachen haben.

Eine nicht optimal behandelte Schilddrüsenunterfunktion kann auf jeden Fall eine Rolle spielen. Ebenso Mikronährstoffmängel, Gewebeveränderungen, Schlafmangel, Stress, Bewegungsmangel, Muskelabbau oder eine veränderte Schmerzverarbeitung.

Und manchmal steckt etwas völlig anderes dahinter.

Genau deshalb gefällt mir bei chronischen Beschwerden eine Frage besonders gut:

Nicht nur: „Was kann ich gegen den Schmerz nehmen?“

Sondern:

„Warum tut es eigentlich weh?“

Denn erst wenn du die Ursache besser verstehst, kannst du sinnvoll entscheiden, wo du ansetzen möchtest.

Auch Schmerzmittel haben selbstverständlich ihre Berechtigung und können medizinisch notwendig sein. Eine längerfristige oder häufige Einnahme – insbesondere von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac – sollte jedoch nicht unkritisch erfolgen. Diese Medikamente können die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes schädigen und unter anderem die intestinale Barriere beeinflussen.

Schmerzen dauerhaft zu überdecken, ohne nach ihrer Ursache zu suchen, ist deshalb selten die beste langfristige Strategie.

Du möchtest Hashimoto endlich wirklich verstehen?

Vielleicht kennst du das: Du hast Hashimoto, bekommst deine Tablette – und trotzdem bleiben unglaublich viele Fragen offen.

Warum bin ich immer noch erschöpft? Welche Blutwerte sind wirklich wichtig? Was haben Darm, Nährstoffe, Stress und Ernährung mit Hashimoto zu tun? Und was kann ich selbst tun, statt bei jedem neuen Symptom wieder stundenlang durchs Internet zu googeln?

Genau dafür habe ich Hashimoto Secrets entwickelt.

In meiner Masterclass zeige ich dir verständlich und wissenschaftlich fundiert, was bei Hashimoto in deinem Körper passiert, welche Faktoren deine Beschwerden beeinflussen können und an welchen Stellschrauben du selbst sinnvoll ansetzen kannst.

Keine Wunderheilung. Keine 37 Verbote. Kein „Du musst nur glutenfrei leben und positiv denken“.

Sondern Wissen, Zusammenhänge und konkrete Strategien, mit denen du deinen eigenen Körper endlich besser verstehen kannst.

→ Entdecke jetzt die Masterclass „Hashimoto Secrets“ und tauche tiefer ein.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Diagnostik oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel können Wechselwirkungen haben und sind nicht für jede Person gleichermaßen geeignet.

Nach oben scrollen